Von Aeschbacher zu Aeschbacher

 

Zu einem fünfzigsten Geburtstag spielten Vater und Sohn Aeschbacher erstmals im Duo öffentlich Örgeli. Thomas ging damals wohl in die sechste oder siebte Klasse. Er war der Begleiter. Er blieb es lange Zeit. So will es die Tradition der Volksmusik. Dem Senior die Melodie, die Jungen begleiten. Es folgten Engagement um Engagement. Aeschbacher senior und Aeschbacher junior entwickelten sich mit einem Bassisten im Trio zu einer bekannten und beliebten Nummer in der Szene. Der Junior kam mehr und mehr in Schwung. Er gab immer öfters den Ton vor. Sein eigenes Repertoire wuchs – und mit ihm der Drang nach familiären Freiheiten. Der Abgang in die musikalische Eigenständigkeit blieb unausweichlich.

 

«Als Wachsender war das intensive öffentliche Musizieren mit dem Vater aber ohne Zweifel die ideale Form zu lernen: ein Instrument zu spielen, begleiten zu können, vor Publikum aufzutreten», sagt Thomas Aeschbacher: «Ich bin so wegweisend für die Volksmusik und die Weltmusik sensibilisiert worden.» Er hat CDs mit traditioneller Schwyzerörgeli-Musik gekauft, die er dann selbst nachspielen wollte. Thomas Aeschbacher kann das genauso wie sein Vater: mit grossen Ohren zuhören und dann nachspielen. Stücke von Rees Gwerder, von den Schmid-Buben, von Noldi Alder und später zum Beispiel auch von Flaco Jimenez, dem genialen Tex-Mex-Akkordeonisten.